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Neue Wege: Villagers versucht mit Soldaten im Wachhaus gegen Banditen unser Überlebenskampf zu erweitern.
Wachhaus: Soldaten wehren Banditen ab.

Villagers möchte nicht zuletzt mit eigenen Soldaten und fremden Banditen das Spielkonzept auffrischen. Gebaut werden Wachhäuser, die unsere Dörfler vor zufällig anrückenden Banditen schützen sollen. Hier geht Villagers eigene Wege, denn in Banished gibt es keine Angriffe durch Banditen. Auch können fast alle Gebäude aufgewertet werden, vorausgesetzt genügend Ressourcen für den Upgrade sind vorhanden.

Die Ressourcen bestehen aus Holz, Stein, Eisen, viele verschiedene Esswaren und sogar Werkzeuge für die Siedler. Falls wir einmal dringend eine spezielle Ressource benötigen aber nicht abbauen können, kommt der Händler wortwörtlich in Spiel: In zufälligen Zeitabständen schlägt ein fahrender Händler sein Lager auf und bezahlt dafür ein paar Geldstücke in unsere Gemeinschaftskasse. Dieses Geld dürfen wir dann aufwenden, um bei eben diesen Händlern die benötigte Ressource zu kaufen – vorausgesetzt, der Händler hat sie dabei. Falls wir einmal Überschuss an Material haben, dürfen wir dem Händler auch überschüssige Ressourcen verkaufen und so unsere Kasse auffüllen.

Während unser Dorf an Form gewinnt und wir gemütlich dem Nachwuchs zuschauen sind die Jahreszeiten essentiell: Im Frühling ist die beste Zeit für Feldarbeit, im Sommer kann die Dürre der Ernte einheizen, im Herbst fällt viel Regen und wenn der Winter kommt muss genügend Proviant für die kalten Tage verfügbar sein. Aber funktioniert das alles auch, wie es sollte?

Endlosspiel: Bugalarm, Frustalarm

Oh nein, leider nicht. Das Endlosspiel – der eigentliche Kern eines Aufbauspiels – ist aufgrund Bugs und unausgereiften Gebäuden überhaupt nicht fordernd, ja geradezu langweilig. Das schlägt schnell auf unseren Motivations-Pegel.

Ein Beispiel: Nach den ersten Wohnhäusern, Förstern, Fischerstegen und Jäger-Hochsitzen sammeln unsere Dorfbewohner so viel Essen, dass eine ganze Stadt durch den Winter kommen mag. Mit nur einer Apotheke wird auch kein Bewohner an einer Krankheit sterben. Schon bald kommt der Winter, unsere Angst auf plötzlichen Bürger-Tod wächst, was passiert?

Verbuggt: Unsere Felder überleben im Winter ohne Schaden.
Viele Bugs, hier: Unsere Felder überleben im Winter ohne Schaden.

Nichts. Unsere Gemeinschaft bleibt gesund, schläft auch im Winter wenn es sein muss im Freien ohne negativen Folgen, ja sogar das Getreide auf den Feldern überlebt den Winter und kann im Frühling eingeholt werden. Zudem sind die Gebäude teilweise einfach unfertig in der Mechanik.

Der Stall als Beispiel hat eine Option um die Tiere «ins freie lassen», daraufhin steht der Gockel oder die Kuh einfach vor der Stall-Türe herum und.. verschwindet! Wofür diese Funktion überhaupt gut ist, bleibt ungeklärt. Sitzen die Tiere nämlich im Stall vermehren sie sich und werfen Essen ab – das nicht gebraucht wird, weil das Lager mit Esswaren schon überfüllt ist.

So vergeht bereits nach dem ersten Spiele-Jahr die Lust auf weiteren Gebäudebau, obwohl Villagers für’s Middle- und Endgame noch einige Gebäude in petto hätte. Beispielsweise verdoppelt der Bau eines Sägewerks meine Holzstämme aber es macht keinen Sinn, wenn ich sowieso genügend Holz habe. Die Kirche und auch die Taverne würden unsere Dorfbewohner glücklicher machen – aber ob sie glücklich sind oder nicht, scheint überhaupt egal zu sein. Die Auswirkung von schlecht gelaunten Mitbewohnern wird nicht ausreichend erklärt.

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Elysium spielt seit 2012 unter Linux, aktuell mit Linux Mint 18. Beruflich bin ich im Bereich Middleware auf Linux-Server unterwegs. Für diverse Adobe Applikationen bleibt mein Dualboot Linux/Windows bestehen. Und in seltenen Fällen für DirectX only Games..

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