Der gegenwärtige Hype rund um No Man‘s Sky lässt sicher viele Linux-Nutzer kalt, da es das Spiel bisher nicht für das freie Betriebssystem gibt. Ein ähnliches Konzept verfolgt das Survivalspiel »Planet Nomads« – und dieses erscheint auch für Linux.

Planet Nomads [offizielle Seite] vom tschechischen Entwickler Craneballs ist ein Weltraum-Survivalspiel, welches nicht nur optisch stark an No Man‘s Sky erinnert. Für uns hat das Spiel allerdings einen entscheidenden Vorteil: es wurde auch für Linux angekündigt. Damit nicht genug, wird gleich zu Beginn der Alpha-Phase, die Ende August starten wird, eine Linux-Version angeboten.

In Planet Nomads schlüpft der Spieler in die Rolle eines Wissenschaftlers, der auf einem fremden Planeten notlanden muss. Von da an ist man ganz auf sich alleine gestellt und muss in bester Sandbox-Manier ums Überleben kämpfen, indem man nach Ressourcen sucht, sich eine Unterkunft zusammenzimmert und sich den unterschiedlichsten Kreaturen entgegenstellt.

Indem man mehr und mehr Ressourcen sammelt, bekommt man auch die Möglichkeit, Fahrzeuge zu bauen, die einem die Erkundung der Umgebung erleichtern. Auf der Suche nach seltenen Rohstoffen muss man sich allerhand Gefahren stellen, bis man sich endlich ein Raumschiff bauen kann, um auf andere Planeten zu entfliehen.

Linux von Anfang an dabei

Am 25. August startet die Alpha-Phase von Planet Nomads. Die Entwicklerversion wurde auf Steam eingereicht und bereits von Valve genehmigt. Auch die Linux-Version wäre beinahe mit dem ersten Versuch durchgewunken worden. Allerdings gab es wohl ein kleineres Problem, welches aber bereits behoben wurde. Die neue Version liegt Valve auch schon vor und sollte innerhalb der nächsten Tage das Ok erhalten.

Zugang zur Alpha erhält jeder, der das Spiel während der erfolgreichen Kickstarter-Kampagne Anfang diesen Jahres mit mindestens 35 US-Dollar, oder umgerechnet ungefähr 32 Euro unterstützt hat. Auch jetzt besteht noch die Möglichkeit dazu, denn der Entwickler hat eine Seite für die Unterstützung via Paypal oder Kreditkarte eingerichtet. Für den Alpha-Zugang werden jetzt jedoch 40 US-Dollar fällig, was etwa 35 Euro entspricht.

Planet_Nomads_Screenshot_01

Auf dieser Seite kann das Spiel derzeit auch für 20 US-Dollar (ca. 18 Euro) vorbestellt werden. Allerdings erhält man dann frühestens zum Start der Early Access Phase auf Steam die Möglichkeit, Planet Nomads zu spielen. Diese startet voraussichtlich im ersten Quartal 2017. Es gibt auch eine Collector‘s Edition für 100 US-Dollar, was umgerechnet momentan um die 89 Euro entspricht.

Diese bietet spezielle, dekorative Blöcke zum Bauen, ein einzigartiges Aussehen für den Charakter im Spiel, sowie Zugriff auf einen speziellen Bereich im Forum, fünf HD-Wallpaper und eine Auszeichnung (wohl in Form eines Forum-Badges). Diese besondere Version von Planet Nomads wird aller Voraussicht nach nur noch bis zum Start der Alpha erhältlich sein.

Basenbau, Survival und das Weltall

Zu Beginn wird es erst einmal nur einen Planeten geben, auf dem man sich zurechtfinden muss. Dieser soll bereits mehrere Gebiete mit verschiedenen Vegetationen bieten und über unterschiedliche Klimazonen verfügen. Weitere Planeten werden während der Alpha-Phase hinzugefügt werden. Der Wechsel zwischen diesen wird zunächst mittels einer Sternenkarte stattfinden. Später sollen dann auch Flüge mit dem Raumschiff möglich sein.

In der Alpha wird es einen Kreativmodus geben, in dem man keinen Schaden erleiden kann, unendlich viele Ressourcen zur Verfügung hat und mit einem Jet-Pack ausgestattet sein wird. Die vorläufigen Systemvoraussetzungen sehen wie folgt aus:

Minimale Voraussetzungen:

CPU: i3 – 6300 / AMD FX 6300
4 GB RAM
NVIDIA GTX 550ti / R7 260x

Empfohlene Konfiguration:

i5 4690 / AMD FX 8370
8 GB RAM
GTX 960 / R9 280x/380

Erste Qualitätseinstellungen, um die Grafik möglichst passend an das eigene System anzugleichen, sollen schon implementiert sein. Um sich die Wartezeit zu verkürzen, gibt es eine Demo in der man den Baumodus von Planet Nomads testen kann. Die Demo gibt es auf der offiziellen Website zum Download. Ein kurzes Video mit Tipps zum Editor findet sich ebenfalls auf dieser Seite.

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Dennis

Seit 2004 begeisterter Linux-Anhänger, spiele ich schon viel länger Videospiele. Angefangen hat alles mit einem Amiga 500 und einem Game Boy im Jahr 1990. Ich schlage mich momentan als ausgebildeter Mediengestalter durchs Leben, studiere nebenher Digitale Medien und interessiere mich sehr für IT-Sicherheit.
Warum ich noch ein Windows auf meinem Rechner habe, ist mir mittlerweile schon entfallen, da ich es seit Monaten nicht mehr gestartet habe.

6 KOMMENTARE

          • Noch keine Antwort, ich habe aber einen Forumpost des Entwicklers gefunden, in dem er angibt, man setze auf Community-Übersetzungen. Man gestalte die Spieltexte so das dies leicht möglich sei.
            Da muss man dann wohl abwarten was passiert.

  1. Danke für die Info. Da mein Englisch nicht so gut ist wäre die deutsche Sprache ein Kaufargument für mich. Ich warte mal ab, vielleicht habe ich Glück

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