Der Permadeath ist zurück! In Gloom müssen sich Spieler in prozedural generierten Leveln gegen unterschiedliche Gegner behaupten. Dabei erinnert das Spiel vor allem an Genre-Vertreter wie The Binding of Issac.

Wer düstere Settings und bockschweres Gameplay gerne mag, der könnte Gefallen an Gloom finden. Im Spiel sind wir ein namenloser Träumer, welcher versucht das Mysterium um den «gemeinsamen Traum» zu lösen. Mehr Informationen zur Story sollen wir Stück für Stück im Spiel finden können, wir konnten in unserer kurzen Anspiel-Phase dennoch keine nennenswerten Hinweise finden und verbleiben deshalb mit dieser Erklärung.

Wie bei so vielen Titeln werden wir ohne Erklärung mitten ins Geschehen geworfen. In einer unbekannten Siedlung treffen wir auf einen Mann, der meint wir würden im Abgrund womöglich Antworten finden. Diese offenen Einstiege kann man mögen, uns hat es beim Antesten leider jedoch nicht so angesprochen und wirkt eher ein wenig plump. Besser machen es hier Titel wie Firewatch, welche trotz anfänglicher Textsequenzen die Spieler beispielsweise durch Emotionalität fesseln.

Wer den Weg in die Hölle auf sich nimmt, trifft auf verschiedenen Gegnertypen, welche sich alle unterschiedlich verhalten. Im 1. Abschnitt befinden wir uns in einer Art Kloster, im nächsten Abschnitt dann in einem Wald, das schafft Abwechslung. Die Feinde müssen stets genauestens studiert werden, ähnlich wie bei Genre-Vertretern wie etwa The Binding of Issac. Nur wer im richtigen Moment ausweicht, schlägt oder schießt, kommt auch weiter und somit an Ziel.

Die Steuerung beschränkt sich hierbei auf wesentliche Elemente. Neben einer Nahkampfattacke können wir auch unser Schießeisen benutzen. Ausweichen können wir durch gekonntes springen oder rutschen. Außerdem können wir noch Angriffe parieren, dafür benötigt man aber besondern viel Fingerspitzengefühl und genug Patronen, da bei jedem Ausführen der Verteidigung sich unsere Munition verringert. Warum das so ist wissen wir nicht, hier wäre, genauso wie bei den anderen Elementen der Bewegung, ein Tutorial sehr hilfreich gewesen. Dennoch gefällt uns die Entscheidung mit den Patronen, da dadurch die relativ effektiven Mechaniken limitiert werden.

Weniger gut hingegen gefällt uns das Standard Tastaturlayout. Gespielt werden sollte unbedingt mit einem Gamepad, andernfalls sollte man sich die Zeit zum Festlegen der Tasten nehmen. Die Default Einstellungen der Tasten sind nämlich sehr merkwürdig gewählt. Angriff, Slide und Schuss liegen so auf den weit entfernten Tasten Z, C und X.

Beim Kämpfen durch die Level treffen wir immer wieder auf Shops, in denen wir spezielles Equipment erwerben können. Das nötige Kleingeld bekommen wir neben Munition und Tokens durch Eliminierungen der Feinde. Gekauft werden können dann neben Waffen auch Tränke, die sich manchmal aber als wirkungslos herausstellen. Wir können jedoch auch auf Level gefüllt mit gratis Gegenständen treffen. Die Effekte der Einzelnen Objekte gilt es dann zu erforschen, Fortschritte werden im Necronomicon gespeichert, und können später nachgeschlagen werden.

Gerade am Anfang werden wir spätestens nach ein paar Leveln ins Gras beißen, wodurch wir wieder zurück in die Siedlung kommen. Dort können wir uns mit unterschiedlichen NPCs unterhalten, wenn auch die Gespräche substanzlos bleiben. Auch können wir gewonnen Tokens gegen Vorteile beim Händler eintauschen, so dürfen wir beispielsweise mit einer zufälligen Schusswaffe bei Spielbeginn uns einen Vorteil verschaffen.

Fazit nach unserer Anspiel-Phase

Beim anfänglichen Spielen sind wir vor allem mit einem konfrontiert worden: Frust. Nur wer weiteren Runs, also Durchgängen, eine Chance gibt, wird spürbar besser und kommt auch weiter. Ja, wir hätten uns auch nicht „träumen“ lassen, dass wir sogar den 1. Boss hinbekommen. So gut das Rogue-like-Genre einen auch gefallen mag, der Neustart von ganz von vorne kann schon ein wenig hart sein. Checkpoints für den jeweiligen Abschnitt hätten uns hier besser gefallen, da die Token-Vorteile nicht allzu entscheidend sind.

Wer Spaß am Auswendiglernen von Kampfsequenzen in Spielen wie Darksouls hat, wird sicher auch an Gloom Gefallen finden. Dennoch bleibt es bei Gloom bei diesen Kernelement, storytechnisch konnte uns Gloom leider nicht so überzeugen, wodurch wir Story-Fanatikern vom Kauf abraten können.

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Konstantin
Neben Games4Linux mache ich gerne Videos auf YouTube und interessiere mich für verschiedene Themen rund um Server, Netzwerke und IT-Security.

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