Tropische Inseln, mysteriöse Gestalten und viele Parkoureinlagen, so lässt sich Downward am besten beschreiben. Doch macht die Mischung im Early Access bereits Spaß?

Als nicht näher definierter Protagonist wachen wir in einer Welt umringt von schwebenden Blöcken auf. Erklimmen wir den kurzen Weg zur Spitze der Plattformen finden wir ein Tor vor uns, das uns zu einem unbekannten Ort auf einem mysteriösen Planeten bringt, der ein wenig in die Jahre gekommen ist. In der dennoch hübschen tropischen Umgebung sind so überall Ruinen und andere Überreste zu sehen. Unser Ziel in der offenen Welt ist es zunächst herauszufinden wer oder was nach uns ruft. Um den Signalen nachzukommen klettern wir so von Klippe zu Klippe, sammeln merkwürdige Schlüssel ein und weichen Gegnern in Form von Steingolems oder patrouillierenden Maschinen aus. Wichtige Bestandteile sind hier vor allem unsere Parkourskills, mit welchen wir uns durch die Welt bewegen. Neben Wallruns, Slides, Sprüngen und Walljumps gibt es außerdem sogenannte Anomalien, die uns einen „Boost“ geben können. RPG-Elemente weist das Spiel auch auf, so können wir an Schreinen unter anderem neue Bewegungstechniken freischalten, wenn wir fleißig blau leuchtende Artefakte sammeln.

Downward ist aktuell noch im Early-Access, was sich auch bemerkbar macht. Zwar sind viele Spieleelemente schon vorhanden, dennoch wirkt es noch wie eine Beta, was aber natürlich auch in Ordnung ist. Konkret bedeutet das: Der Parkour fühlt sich zwar nicht schlecht an, dennoch aber nicht auf einem so hohem Niveau wie in beispielsweise Mirror’s Edge. Die Steuerung ist nicht schwammig und macht auch keine Probleme, allerdings fehlt uns noch das Gefühl ein echter Mensch zu sein, mit einer Masse, welche gegen unsere Bewegungen wirkt. An der Optimierung arbeiten die Entwickler jedoch aktuell, wie die neuesten Devlogs zeigen.

Ähnlich geht es uns bei der Handlung. Die Richtung die Downward einschlagen will ist sehr interessant, jedoch fehlt hier noch einiges um uns bei der Stange zu halten. Die mysteriöse Umgebung ist super, geht jedoch ein wenig wegen der mangelnden Inszenierung unter. Spieler, die sich nicht selbst die Zeit zum Erforschen nehmen, könnten so viele Dinge unabsichtlich links liegen lassen. Sehr positiv gefällt uns dafür die tolle Umgebung in der wir uns Bewegen. Geprägt von Sand, Sonne, Strand und Palmen – wo bleibt eigentlich mein Cocktail?

Downward ist ein Spiel für Entdecker, welche das Mysterium einer post-apokalyptischen Welt aufklären wollen. Wer dabei noch Lust auf Kletterpassagen hat, der wird sicher seinen Spaß mit dem Spiel haben. Uns hat die Early-Access-Version noch nicht ganz überzeugt. Es braucht noch ein wenig an Feinschliff. So bleiben wir also gespannt bis zur finalen Veröffentlichung im Juni. Für Unentschlossene gibt es übrigens eine kostenlose Demo im Steamstore, um eigene Erfahrungen machen zu können.

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Konstantin
Neben Games4Linux mache ich gerne Videos auf YouTube und interessiere mich für verschiedene Themen rund um Server, Netzwerke und IT-Security.

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