DOOM 2016 läuft wieder unter Linux!

Selbstkompiliertes Wine macht's möglich

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DOOM hat den berüchtigten DENUVO Kopierschutz entfernt bekommen. Jetzt läuft der Shooter mit einem selbst kompilierten Wine gleich schnell wie unter Windows.

Nur 4 Monate wurde DOOM 2016 durch Denuvo geschützt, jetzt ist der Kopierschutz weg. Nicht etwa geknackt, nein nein, der als unknackbare geltende Kopierschutz wurde durch den Publisher selbst entfernt.

Gegenüber Kotaku erklärt Denuvo-Gründer Robert Hernandenz die Beweggründe:

«Der simple Grund, warum Denuvo Anti Tamper von Doom entfernt wurde: Die Software hat ihr Ziel erreicht, das Spiel im Veröffentlichungszeitraum für Piraterie zu schützen. Der Schutz hielt knapp vier Monate, was bei einem Triple-A-Titel eine hervorragende Errungenschaft ist.»

Schon vor Release hatte DOOM unter Linux mit Wine funktioniert – eben bis der Kopierschutz am Verkaufstag über den Alpha-Build gestülpt wurde.

DOOM mit Wine erzielt (fast) gleichhohe FPS wie Windows

Schon jetzt ist klar: Doom läuft mit Linux und einem präparierten Wine fast genauso schnell, wie unter Windows. Weil DOOM auch unter Windows mit OpenGL wie auch Vulkan läuft (DOOM 2016 ist kein DirectX12 Spiel), schafft Wine beinahe dieselben FPS-Zahlen wie Windows. Vereinzelt gibt es Unterschiede von vernachlässigbaren 5 FPS.

Auf Youtube finden sich bereits erste Vergleichs-Videos mit Windows vs. Linux-Wine inklusive FPS-Anzeige:

Um es selbst auszuprobieren muss ein bisschen Zeit investiert werden: Es ist leider so, dass Wine derzeit noch selbst kompiliert werden muss, weil die sogn. bcrypt-Funktion nicht im paketierten Wine eingebaut ist. Eine Anleitung gibts auf Github und lädt zum Ausprobieren ein: github.com/thevoidnn/wine20-bcrypt-doom

Wieso DOOM 2016 als OpenGL Spiel, das inzwischen sogar Vulkan auf Windows unterstützt, nicht offiziell für Linux erscheint, darf dem in der Linux-Welt sehr unbeliebten Publisher Bethesda (Skyrim, Fallout 4) angekreidet werden. Früher war das nämlich anders: Das alte DOOM 3 erschien auch für Linux, aber da musste Entwickler id Software auch noch nicht mit Bethesda zusammen arbeiten.

1 KOMMENTAR

  1. Die letzten Wolfenstein-Teile und Rage wurden uns auch vorenthalten 🙁 Spiele auf Basis der id-Tech-Engine sind IMHO mit die besten Kandidaten für einen Linux-Port, aber leider nur aus technischer Sicht. Den Publisher interessiert das nämlich nicht.

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