Nach über 15 Jahren ist der First Person Shooter Daikatana nun auch auf Linux spielbar. Die Community hat einen Patch herausgebracht, der sogar vom Entwickler John Romero selbst unterstützt wurde und nicht nur Fehler ausbessert.

Daikatana ist John Romeros erstes Spiel, nachdem er die Spieleschmiede id Software verlassen und eine neue Firma gegründet hat. Der First Person Shooter schaffte es allerdings nicht, die Erfolge von Doom und Quake zu wiederholen – im Gegenteil. Die Erwartungen waren wohl so hoch, dass es den Hoffnungen der Spieler gar nicht gerecht werden konnte. Trotzdem hat sich die Community daran gemacht, nach 15 Jahren seit der Veröffentlichung des Titels einen neuen Patch bereitzustellen.

Dieser Patch sorgt nicht nur für eine Kompatibilität mit Breitbildmonitoren, sondern bietet auch eine Lösung zu einem Bug an, der dafür sorgte, dass das Spiel unter Umständen nicht erfolgreich beendet werden konnte. Außerdem hat sich das Team zur Aufgabe gemacht, alle Probleme des Spiels auszumerzen. Der Patch ist zwar schon seit einer Weile in der Entwicklung und bietet schon länger Unterstützung für Linux, John Romero gab aber jetzt via Twitter bekannt, dass der Patch wohl soweit fortgeschritten ist, dass das Spiel nun sehr gut läuft – auch auf Mac und Linux.

The Daikatana v1.3 Win / OSX / Linux pre-beta is available and works really well. I’m finally able to play it on…

— John Romero via Twitter,

Der Patch ist auf Bitbucket erhältlich. Was genau er verändert, lässt sich im Daikatana-Wiki nachlesen.

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Dennis
Seit 2004 begeisterter Linux-Anhänger, spiele ich schon viel länger Videospiele. Angefangen hat alles mit einem Amiga 500 und einem Game Boy im Jahr 1990. Ich schlage mich momentan als ausgebildeter Mediengestalter durchs Leben, studiere nebenher Digitale Medien und interessiere mich sehr für IT-Sicherheit. Warum ich noch ein Windows auf meinem Rechner habe, ist mir mittlerweile schon entfallen, da ich es seit Monaten nicht mehr gestartet habe.

3 KOMMENTARE

  1. DAS wäre eigendlich mal ein Kandidat für ein Remake !
    Mit halbwegs aktueller Graphik könnte es seine Pfründe der abwechslungsreichen Levels richtig wuchern lassen, mit fast 20 Jahren Erfahrung und Entwicklung liesse sich die Szeuerung der Sidekicks und vor allem deren KI (!) sanft optimieren und es hätte dennoch einen gewissen Oldschoolcharme….

  2. Da stimme ich dir zu. Allerdings hätte es das Spiel aufgrund seiner Vorgeschichte dann sehr schwer. Das selbe Problem hatte bestimmt auch das neue Homefront. Hätte es den Vorgänger nicht gegeben, wären die Spieler sicher mit weniger Vorurteilen an den Shooter herangegangen. Dadurch hätte es unter Umständen sogar besser abgeschnitten, denn so haben die Leute förmlich nach Fehlern gesucht, weil ständig Parallelen zum ersten Spiel gezogen wurden.

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