Pixel Maniacs haben ihr Koop-Rennspiel »Can‘t Drive This« kürzlich für Linux veröffentlicht und starten jetzt eine eher ungewöhnliche Kampagne. Alle Einnahmen im Oktober, die durch Linux-Käufe erzielt werden, sollen gespendet werden.

Seit dem 13. Oktober ist Can‘t Drive This [offizielle Seite], der kooperative Mix aus Streckenbau und Rennspiel, auch für Linux in der Early-Access-Phase erhältlich. Nicht nur mit diesem Schritt zeigen die Entwickler von Pixel Maniacs ihre Liebe zu Pinguinen, jetzt möchten sie sogar ihren gesamten Gewinn spenden, der im Oktober durch Verkäufe der Linux-Version generiert wird.

Wie in der Meldung auf dem Blog von Pixel Maniacs erklärt wird, werden die Einnahmen dazu genutzt, um Pinguine in Südafrika über Sanccob zu adoptieren, damit diese auf ein Leben in der freien Wildnis vorbereitet werden können. Die bei Sanccob lebenden Tiere können aufgrund von Verletzungen oder gesundheitlichen Problemen nicht alleine überleben, weshalb sich die Organisation um die Pinguine kümmert, bis sie wieder selbständig sind.

Für die Pinguine

Um einen Pinguin zu adoptieren, sind ungefähr 6,4 verkaufte Spiele notwendig. Die Aktion läuft bis zum 1. November 2016 um 11 Uhr morgens. Neben dem Sammeln von Spendengeldern möchten die Entwickler dieses Event auch dazu nutzen, um anderen Entwicklern zu zeigen, dass es sich lohnt, über einen Linux-Release nachzudenken und dass sich die Arbeit mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auszahlt.

Weitere Gründe sind die Unterstützung einer freien Plattform, was laut Entwickler allein aus moralischer Sicht eine gute Sache ist. Zudem sei die Linux-Community für jeden Port dankbar, was dazu führe, dass mehr über das jeweilige Spiel gesprochen wird (*hüstel* – Anm. des Redakteurs). Es gibt viele Datenbanken für Spiele auf Linux und jeder Link bringt weiteren Traffic für das Projekt und bessere Rankings in Suchmaschinen.

Außerdem neigen Linux-Nutzer scheinbar dazu technisch sehr versiert zu sein und unterstützen die Entwickler mit detaillierten Rückmeldungen und allerhand hilfreichen Einzelheiten zu ihren Systemkonfigurationen. Neben den anfallenden Kosten der Entwicklung für das freie Betriebssystem spart man wiederum Geld, da es genug freiwillige Tester gibt.

Can‘t Drive This im Early-Acces-Check

Konstantin und elysium haben das Spiel schon einem Early-Acces-Check unterzogen, in dem sie schon erste Erfahrungen mit dem Gameplay sammeln konnten. In ihrem Bericht steht mehr zu »Can‘t Drive This« und wie es sich in seiner Frühphase schlägt. Schon jetzt erweist sich die Aktion als Erfolg – einer der Entwickler hat sich in den Kommentaren bei Gaming on Linux zu Wort gemeldet.

Dabei gibt sich Steve, so der Name des Entwicklers, sehr ehrlich, während er auf diverse Fragen aus der Community eingeht. Er lässt auch verlauten, dass Linux momentan die erfolgreichste Plattform in Bezug auf die Verkauften Einheiten von »Can‘t Drive This« ist. Zudem gibt er die Antwort auf eine oft gestellte Frage. Es geht darum, ob ein Spiel, welches mit einem Linux-PC als Geschenk gekauft, dann aber an einen Freund mit Windows verschenkt wird, auch als Linux-Kauf zählt.

Erfreulicherweise wird die Antwort auf diese Frage mit Ja beantwortet. In allen anderen Fällen gilt wie immer: Es zählt die Plattform, auf der ein Spiel gekauft wird und überdies die Spielzeit unter einem bestimmten Betriebssystem innerhalb der ersten Woche. Wer also auch für die Statistiken den Pinguin unterstützen möchte, sollte sich dessen bewusst sein.

Can‘t Drive This befindet sich momentan im Early-Access auf Steam und ist dort für 9,99 Euro zu haben. Auch im Angebot gibt es das Pixel Maniacs Bundle, in dem zusätzlich ein weiteres Spiel der Entwickler enthalten ist. Mit einem Rabatt von 20 Prozent erhält man für 18,38 Euro den etwas an Portal erinnernden 3D-Puzzler Chromagun dazu, welcher einzeln 12,99 Euro kostet.

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Dennis

Seit 2004 begeisterter Linux-Anhänger, spiele ich schon viel länger Videospiele. Angefangen hat alles mit einem Amiga 500 und einem Game Boy im Jahr 1990. Ich schlage mich momentan als ausgebildeter Mediengestalter durchs Leben, studiere nebenher Digitale Medien und interessiere mich sehr für IT-Sicherheit.
Warum ich noch ein Windows auf meinem Rechner habe, ist mir mittlerweile schon entfallen, da ich es seit Monaten nicht mehr gestartet habe.

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